Maximilian Hanisch

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Maximilian Hanisch (*1988 in Dresden) ist Regisseur und Performer. Er studierte Schauspielregie am Thomas Bernhard Institut des Mozarteums Salzburg und Expanded Theater an der Hochschule der Künste Bern. Seine Arbeiten beschäftigen sich u.a. mit der Bedeutung von Stadtplanung, Architektur und internationalen Kapitalflüssen für politische Teilhabe in Städten. So “Mmmhburg”, ein Stadtrundgang mit Experten für Wandel im öffentlichen Raum und “Die Kontrakte des Kaufmanns” von Elfriede Jelinek. In der Stückentwicklung “Zeig mir deine Wunden” mit dem Living Dance Studio Peking und in “Der Luftangriff auf Halberstadt am 8. April 1945” von Alexander Kluge untersuchte er die Funktion von Trauerritualen und Denkmälern für die Vermeidung gewalttätiger Konflikte.

In seinen Projekten ist er beständig auf der Suche nach inhaltlich und formal neuem Terrain und wählt den Einsatz der Mittel entsprechend dem Thema. Er organisiert Bilder und Texte nach musikalischen Prinzipien und kombiniert dabei Arbeitsweisen aus zeitgenössischem Tanz, dokumentarischem Theater, bildender Kunst und klassischem Sprechtheater. Seine Arbeiten wurden u.a. in Kiew, Braunschweig, Hong Kong und Shanghai gezeigt. Er kollaboriert regelmäßig mit dem Choreografen Jeremy Nedd in dessen Werkserie zu gesellschaftlichen Bedeutung von Musikvideos. Zuletzt entwickelten sie “Sad Boy Culture”, ein Abend über Melancholie im Hip Hop, für das Belluard Festival in Fribourg. Im November letzten Jahres präsentierte er sein Masterprojekt “Maps of Disappearance” im Ming Contemporary Art Museum in Shanghai und im Kunstmuseum Bern im Rahmen von République Géniale. Als nächstes wird er die Arbeit “The Fog” im Rahmen von Trial&Error an der Dampfzentrale Bern und “Wer hat Angst vor Niketown?” bei den Treibstoff Theatertagen in der Kaserne Basel realisieren. Maximilian Hanisch ist Mitglied des Kuratoriums des Schweizer Theatertreffens 2020. 

http://www.maximilian-hanisch.com